Sommer in Friuli Venezia Giulia: Sonne, Wein und Meer!

Friuli Venezia Giulia im Osten Oberitaliens ist eine spannende Reiseregion. Urlauber entdecken in den Städten und im Hinterland eine landschaftliche, kulturelle und gastronomische Vielfalt.



Von der römischen Ausgrabungsstätte Aquileia über Udine, die Stadt des Tiepolo und Gorizia, das Nizza der österreichischen Kaiserzeit bis zum habsburgischen Triest gibt es Faszinierendes zu entdecken. Friuli Venezia Giulia ist die am nächsten liegende italienische Versuchung , ideal für eine Kurzreisen mit Ihrem Cabriolet.

Friuli Venezia Giulia zieht sich von den Karnischen und Julischen Alpen und den Dolomiten im Norden mit bis fast 2.800 Meter hohen Bergen über die bekannten Weinhügel des Collio und die Poebene bis zum Golf von Triest und die bekannten Badeorte an der oberen Adria. Dort liegt ein Knotenpunkt der europäischen Geschichte und noch heute treffen in Friaul-Julisch Venetien Kulturen aufeinander wie sonst nirgendwo in Italien. Neben Italienisch wird hier auch Deutsch, Furlanisch und Slowenisch gesprochen. Von München sind es nur 450 Kilometer oder etwas mehr als vier Stunden Autofahrt bis Udine, von Salzburg 320 Kilometer oder knapp drei Stunden.

Die Lagune von Grado

Schon die österreichische Kaiserfamilie kam zur Sommerfrische in die Lagune von Grado. Die venezianische Jahrhundertwende-Architektur in den schmalen Gassen erinnert heute noch daran. Schloss Miramare an der schroffen Karstküste am Golf von Triest war über Jahrzehnte eine Sommerresidenz der Habsburger – Triest selbst der wichtigste Schiffshafen der österreichisch-ungarischen Monarchie. Heute ist die Obere Adria von Friuli Venezia Giulia bei den Österreichern nach wie vor die eindeutig beliebteste Adresse für einen Urlaub am Meer.

Lignano Sabbiadoro ist der Hot Spot für Strandläufer und Einkäufer an der oberen Adria – und gemäß Ernest Hemingway das „kleine Florida Italiens“. Das bekannte Nightlife, die vielen Shops und Boutiquen sowie der acht Kilometer lange, goldfarbene Adriastrand sorgen für das unvergleichliche Gefühl des „Dolce far niente“. Ebenso sehenswert sind viele weniger bekannte Orte in Friuli Venezia Giulia: Muggia etwa, das einzige „istro-venezianische“ Städtchen der Region. Oder Pordenone, dessen Stadtbild zwischen romanischen, barocken und gotischen Einflüssen pendelt. Und natürlich das elegante Udine, das Schmuckkästchen des bedeutenden venezianischen Malers Tiepolo. Gorizia ist der Schmelztiegel Mitteleuropas, in dem römische, slawische und germanische Kulturen aufeinandertreffen.

Castello Spessa

Prosciutto crudo San Daniele, Tocai Friulano, Montasio-Käse: In Friuli Venezia Giulia treffen sich Feinschmecker, Weinkenner und Lebensgenießer. Die Triestiner und Görzer Küche variiert wohlschmeckend zwischen habsburgischen und slawischen Rezepten. An den Küstenstraßen reihen sich Restaurants aneinander, die fangfrischen Fisch kredenzen. Durch die Wein- und Gastronomiestraßen, die sich von den Bergen zum Meer schlängeln, ist Friuli Venezia Giulia das „Gelobte Land“ für Gourmets und Weintouristen. 

Eine besondere Gelegenheit sind im Frühling die Cantine aperte, für welche viele Weinbauern der Region ihre Keller öffnen. Oder das Schinkenfest von San Daniele „Aria di festa“, bei dem die Hersteller mit den Prosciutto-Schneidemaschinen im Dauereinsatz sind. Der Sommer in Friuli Venezia Giulia steckt auch voller künstlerischer Genüsse: Vom Triestiner Filmfest Maremetraggio  bis zum Alpe Adria Puppet Festival in Grado und Gorizia spannt sich der Bogen.

Das MittelFest von Cividale del Friuli  ist ein Festival mit Prosa, Musik, Tanz, Poesie und Figurentheater, der Sergio-Amidei-Preis ein anerkanntes Kinofestival im Schloss Görz. Im Ferragosto und Herbst gibt es wieder Gelegenheit zum Verkosten und Gustieren nach Lust und Laune: Calici di Stelle  steht in mehreren Orten für traditionelle Qualitäts-Weinverkostungen unter freiem Himmel in der Nacht von San Lorenzo. Um die leiblichen Genüsse geht es ebenso beim vier Tage dauernden Stadtfest „Friuli Doc“ in Udine , bei dem sich jedes Jahr hunderttausende Gäste tummeln. Mit dem Kürbisfest in Venzone ist man dann tatsächlich bei den herbstlichen Genüssen von Friaul-Julisch Venetien gelandet.

Vespaausflug im Collio

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Kulturreise nach Friaul-Julisch Venetien – ins UNESCO-Welterbe

Die wechselvolle Geschichte von Friuli Venezia Giulia reicht Jahrtausende zurück. Die Region ist ein Knotenpunkt der Kulturen und der europäischen Geschichte. Aquileia ist eine der bedeutendsten Ausgrabungsstätten Italiens und UNESCO-Welterbe. In der 181 vor Christus gegründeten, und bald viertgrößten Stadt Europas mit Forum Romanum, Basilika, Via Sacra und Stadtmauer, feiert das Römerreich seine Auferstehung. Cividale del Friuli war einst Hauptstadt der ersten langobardischen Herzöge in Italien und ist ebenso UNESCO-Welterbe. Der Tempietto longobardo und das Christliche Museum des Doms, die Teufelsbrücke und die Ipogeo Celtico sind einzigartige Zeugen der Langobarden. Ins venezianische Rokkoko versetzt Udine, die „Stadt des Tiepolo“. Der Maler verbrachte in Udine die produktivste Periode seiner künstlerischen Laufbahn. Im Palazzo Arcivescovile, im Dom und in der Galleria d’Arte Antica sowie im Schloss über der Altstadt sind viele seiner Meisterwerke zu bewundern.

Görz ist die Grenzstadt zwischen Italien und Slowenien. Mit ihren mittelalterlichen Häusern unterhalb der Burg galt sie zu Zeiten der Habsburger als das „österreichische Nizza“. Triest war einst wichtigster Hafen der Donaumonarchie und ist heute berühmt durch seine Multikultur, Palazzi vom Barock bis zum Historismus sowie wegen des weltberühmten Schlosses Miramare. Aufgrund seiner strategischen Lage stand Friaul-Julisch Venetien oft im Mittelpunkt großer Auseinandersetzungen und wichtiger geschichtlicher Umwälzungen. Am Isonzo wurden im Ersten Weltkrieg zwölf Schlachten geschlagen. Heute erinnern Umzüge in historischen Kostümen und Rundwege an die furchtbaren Geschehnisse. Für Kriegshistoriker sehenswert sind außerdem der Themenpark zum Ersten Weltkrieg in Monfalcone und das Museum des 1. Weltkriegs in Ragogna sowie die vielen Gedenkstätten für die Opfer des ersten und zweiten Weltkriegs.

Geschichte und Geschichten: Leistungen: 2 Ü/F auf einem Weingut, 1 Besichtigung des Weinmuseums und Verkostung, 1 Besichtigung einer Weinkellerei mit Mittagessen, 1 Abendessen mit Fisch-Verkostungsmenü (inkl. Wein und Getränke), 1 Besichtigung von Triest nach Görz, 1 Mittagessen in typischer Osmiza in der Provinz Triest (inkl. Wein und Getränke), Teilnahme an der historischen Nachstellung des 1. Weltkrieges. Preis p. P.: ab 320 Euro im DZ


Weitere Info unter Friuli Venezia Giulia, Via Carso, 3, 33052 Cervignano del Friuli (UD), Telefon: +39/0432/387111, Fax: +39/0432/387199, www.turismofvg.it, Email info@turismo.fvg.it



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